Posts mit dem Label Umbau werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Umbau werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 4. September 2012

neue Baustoffe und Materialien

Durch meine Tätigkeit an der Baukaderschule St.Gallen im Fach "Baubiologie" lerne auch ich dazu und möchte Ihnen hier einige ökologische Baustoffe und Materialien vorstellen:

ISOLENA WOLLE - Schafwolle eingesetzt als Dämmmaterial in Dach, Decke und Wand; als Luftreiniger aber auch Akustik-Element ... informieren Sie sich direkt! Interessant ist, dass Schafwolle bis zu 33% seines Eigengewichts an Feuchtigkeit speichern kann ohne Dämmverlust und auch nach einem Hochwasser oder Eindringen von Wasser ausgebaut, gewaschen und aufbereitet wieder neu installiert werden kann - "ein Leben lang richtig gedämmt"!

Kokos - ist ein nachwachsender Rohstoff, der antibakteriell, schwer entflammbar und extrem belastbar ist. Viele von uns kennen diesen Rohstoff als Kokosläufer in öffentlichen Gebäuden, aber auch als Dämmmaterial ist er zu verwenden und einige Menschen, die gern hart schlafen, finden eine Lage Kokos auch in ihrer Matraze wieder. Ebenso wie Sisal zu verwenden.

Holzfasern sind ein sehr gutes, zeitgemässes Dämmmaterial und werden jetzt viel in Holzständerbauten verwendet, um den geforderten Energienachweis zu erreichen. In der Ostschweiz gibt es einige Hersteller - Homatherm oder hier noch zu nennen: Pavatex.

Glas - kennen wir doch alle, denken Sie jetzt. Aber kennen Sie auch neueste Möglichkeiten als Fassadenelement mit bedruckter Oberfläche oder Recycling-Objekt im Gartenbau? Dann schauen Sie hier und informieen sich neu!

Haben Sie schon einmal Bambus-Parkett gesehen oder selbst eingebaut! Bambus ist eigentlich ein Gras, das sehr schnell wachsend auch in unseren Breitengraden Einzug gehalten hat, denn es ist das härteste Holz, das wir kennen und eignet sich sehr gut für Badlandschaften oder auch Küchen-Arbeitsplatten.

Natürlich könnte ich diese Liste endlos weiter fortsetzen - aber dies haben schon einige Menschen vor mir umfassend gemacht, deshalb hier nur ein Link zu "ökologisch Bauen" entsprechend BKP Baukostenplan. Und dieser Link für Laien, die Baubiologie und Bauökologie anhand von Materialien kennen lernen wollen.

Mittwoch, 1. August 2012

Umbau Einfamilienhaus

Einfamilienhaus in Muolen, Aussenbereich
Vor 2 Jahren wurde unser Büro mit dieser Planung beauftragt und wir erlangten eine Baubewilligung zum Ausbau dieses Hauses mit einem neuen Kelleranbau für die gesamte Technik für eine 5-köpfige Familie.
In der Zwischenzeit waren die Bauherren und Eigentümer sehr aktiv und haben mit viel Eigenleistungen "Stück für Stück" umgebaut. 

In diesem Sommer wurde 
- eine neue Fassaden-Isolation und Wärmedämmung aufgebracht, 
- alle Holzfenster und vorhandenen Holzläden aufgearbeitet und gemalert,
- neue Fenstertüren im Bereich des Wohnzimmers eingebaut und noch bis zum Herbst
- wird die Eternitfassade das Einfamilienhaus verschönern.

Hier nun können Sie anhand von Vorher-Nachher-Fotos die "Wandlung" erkennen!

Jetzt schreibe ich hier noch eine Bemerkung dazu, weil ich gestern wieder einmal an diesem Haus vorbeikam und fotografierte ... es gab weitere Veränderungen an den Fassaden!
Und für alle Interessierten hier ein Link zu den Farbtönen von Eternit!
15.Januar 2013

Strassenfassade Vorher - Nachher (1-2013) mit neuen Eternitschindeln

Gartenfassade - deutliche Veränderung, leider ohne Fensterläden
 
Vor dem Baugeschehen - 2010

Anbau Keller und Terrasse auf Südseite - 2011

Südseite mit Terrasse (vor Abschluss der Fassadenarbeiten)- Sommer 2012


Samstag, 12. März 2011

Farben und ihre Wirkung auf Materialien



Für den Einsatz von Farben ist es unbedingt wichtig, zu wissen, wie welche Farbtöne auf welchen Materialien wirken. 
Dazu ist die Kenntnis über den Einsatz, Vor-und Nachteile und die Kosten beim Einbau der unterschiedlichsten Materialien erforderlich.

Neben den klassischen Materialien wie Stein/ Ziegel, Holz, Natursteine, Keramik, Glas, Metall, Beton und auch Bodenbeläge aus Teppich und PVC sind seit einigen Jahren diese teilweise mit neuen Technologien hergestellt und behandelt und auch ganz neue Werkstoffe auf dem Markt.
Im Internet kann man dazu sehr gut recherchieren.
Ich möchte hier einige benennen und erklären, wobei ich ausschliesse, dieses Thema allumfassen behandeln zu können.


Beton
-kann vor Ort gegossen und geschliffen werden (Boden)
-Einsatz als „Sichtbeton“ mit sichtbarer Oberflächenstruktur der genutzten Schalung
-Einsatz von Fertigbetonpaneelen und –platten im Innen-und Aussenbereich

Beim Einsatz von Beton ist wichtig, dass die Oberfläche von Beton behandelt werden kann und unbedingt versiegelt werden sollte, da diese ansonsten fleckempfindlich und porös ist.

    +    Beton ist feuerfest, preiswert, lässt sich beliebig formen und ist als Stahlbeton   angewandt, sehr stabil; sehr unterschiedliche Oberflächenbehandlungen möglich
-      Kalt, hart, laut, fleckempfindlich, nur vom Fachmann bearbeitbar; man sollte die Zeit einplanen beim Bau , die notwendig ist zur Aushärtung und die der nachfolgenden Oberflächenbehandlungs-Schritte; Transport von Fertigplatten!

Terrazzo
Porenbeton
Sichtbeton
Gussbeton
Fertigbeton
Stahlbeton




Metall
-Unterschiede zwischen edlen und unedlen Metallen, weichen und harten sind vor allem in den Kosten und im Einsatz vorhanden
-Metalle leiten Wärme und Elektrizität
-Einsatz als Stützen, tragende Bauelemente, als Oberflächen (Fassadenelemente), Verkleidungen, Fenster- und Türrahmen, für Treppen, auch als Möbel, Kleinelemente am Bau und Bodenbelag
-ideal (weil kleinere Dimensionen als Beton oder Backstein) beim Bau von Lofts oder anderen grosszügigen Räumen

Hier kann man die ganze Bandbreite der Metallveredelung nachlesen.


 +  sehr langlebig, stabil, resistent gegen Schädlinge, nachhaltig durch Recycling
-      Korrosion, teuer im speziellen Einbau, schwere Platten; Aluminium inzwischen sehr teuer und sehr energieaufwändig zu erzeugen

Eisen
Stahl
Aluminium, Zink und Kupfer
Metallstoffe und Metallgitter

Der Einsatz von Metallen ist so vielfältig, dass man sich vom Fachmann beraten lassen sollte. Inzwischen gibt es auch so viele neue Technologien!
Nur als Info: Ich habe am letzten Farbdesignerkongress an einem Workshop zum Vergolden von Tapeten teilgenommen!





Glas
-Einsatz zur Raumabtrennung Innen – Aussen, Fenster, Türen
-Wichtig: für grosse Fensterteilungen immer Holz-Alu-Rahmen oder Stahlrahmen vorsehen, da die Glasfronten sehr schwer sind! Achten auf Möglichkeit des Säuberns von Fenstern in Treppenhäusern oder in Wintergärten!


Sicher bauen mit Glas!

+    Licht kommt in Raum, nachhaltig durch Recycling
-      Sehr gross verglaste Räume heizen sich schnell auf; Kratzer, Bruch; schwer bei Grösse und Verbundglas; Transport!!!; keine Trittsicherheit bei Trittstufen! Säuberung muss leicht sein, da häufig geputzt werden muss; bei Feuchtigkeit beschlagen die Oberflächen

Sicherheitsglas
Dekoratives Glas – Buntglas, Milchglas
Verbundglas
Strukturglas
Glasbausteine und Profilglas
Spiegel





Es gibt moderne Materialien, die durch neue Technologien sehr preiswert auf dem Markt zu erhalten  und geschaffen sind für den Innenausbau durch ihre flexible Gestaltung. Bei einigen von ihnen ist aber darauf zu achten, dass sie eher kurzlebig sind, weil sie altern und in der Oberfläche empfindlich sind:
Acryl, Laminat, Kunststoff und –stein, Corian, Kunstharzplatten und –fasern

Hier sollte man den Einsatz auf modern zu wirkende Räume, deren Schnelllebigkeit und Veränderbarkeit und für junge Menschen, die öfter umziehen und sich neu einrichten wollen, beschränken.
Laminate und Kunststeinpaneele können auch sehr gut als Oberflächen und Raumtrennungen eingesetzt werden.

Dagegen gibt es auch moderne Materialien, die aufgrund ihrer Nachhaltigkeit eingesetzt werden; hier sollte die Lebensphilosophie der Bauherren hinterfragt werden.
Baubiologen empfehlen:
Gummi, Naturkautschuk,  gegossenes Harz, Fliesen/ Plättli, Natursteinelemente,  Glas, Kork, Bambus und Leder, Recycling-Stoffe

Bei wiederverwendetem Holz unbedingt auf die mögliche Determinierung achten! (alte Eisenbahnschwellen)

Kork isoliert! Keinerlei Erdstrahlung ist mehr vorhanden.

Bei diesen nachhaltigen Baustoffen ist mit den Bauherren gleich zu Beginn der Beratung die Kostenfrage zu klären, da diese Baustoffe meist ca. ein Drittel bis ½ über den anderen Baustoffen liegen.
Auch beim Einbau von Dämmmaterialien unbedingt wichtig!
Vergleich Schafwolle – Polystyrol


Textile Baumaterialien und Tapeten
Besonders mit diesen Materialien kann man sehr gut die Anmutung in Räumen entscheiden und verändern. Durch innovative Techniken sind schnelle Raumveränderungen möglich. Dabei ist aber immer der Kostenrahmen der Bauherren zu beachten.
Ausserdem ist deren Einsatz in der Schweiz besonders bei älteren Menschen in ländlichen Gebieten nicht erwünscht!
Einsatz nicht nur an Wänden, sondern auch für Raumtrennungen oder als kleiner, farblicher Akzent („Hingucker“) möglich. Dann nur kleinflächiger Einsatz im Raum!
Auch hier kann man mit textilen Geweben auf eine gewisse Nachhaltigkeit achten.

Laserbehandelte Textilien (SLS-)
Programmierbare und druckbare oder elektrische Textilien
Individuell hergestellte Künstlertapeten
Raumobjekte aus Optischen Fasern
Interaktive Tapeten


Wichtig ist, dass in einem Raum oder an einer Fassade nur maximal 5 Materialien zum Einsatz kommen!
Weniger ist mehr!

Man sollte bei der Beratung unbedingt vorab die Liefermöglichkeiten in der Schweiz, die notwendige Planungs- und Vorlaufs-Zeit sowie die Kosten abklären, bevor man solche modernen und innovativen Materialien in seine Vorschläge mit einarbeitet! Manchmal sind die Entstehungskosten gering, werden aber durch Transport- und Lieferkosten sowie die Zoll- und Postgebühren stark erhöht. Ausserdem sind die einzelnen Arbeitsschritte zeitlich und auch von den Kosten her im Auge zu behalten.
Vor allem sollte man sich von Fachpersonen beraten lassen!

Mittwoch, 20. Oktober 2010

Geschäftsumbau

Container während des Umbaus
Coiffure Steinmann in Gossau

Nach über 20 Jahren Geschäftstätigkeit des Ehepaares Anita und Bruno Steinmann wurde das grosse Coiffure-Geschäft in Gossau in nur 3 Wochen umgebaut. Trotz dieser sehr kurzen Umbauphase für einen Totalumbau sollte die Arbeit "weiter gehen". 



So wurden wir im Internet pfündig und konnten ein deutsches Unternehmen zum Aufbau eines ausgestatteten Friseur-Containers auf dem Grundstück verpflichten.  
Weiterhin bedanke ich mich für das Engagement aller beteiligten Firmen, die an vielen Tagen bis in die Nacht hinein arbeiteten und so den Übergabetermin und die Einweihungsfeier gewährleisteten.

Impressionen des Umbaus


Unser Architekturbüro übernahm alle Planungsarbeiten beginnend mit der Erstellung eines Konzeptes - Entwurf - Zusammenarbeit mit dem Friseurausstatter FRAMESI (Suisse) SA - Absprachen mit den Firmen bis hin Bauleitung zu diesem Umbau.

Probleme
- sehr kurze Bauzeit 
- kleine Grundrissfläche für mindestens 15 Arbeitsplätze und 3 Liege-Waschplätze
- bei geringer Geschosshöhe noch die Installation eines Klimakanals und die neuen Anschlüsse der Waschplätze gewährleisten
- Wunsch nach Modernität, aber doch individueller Platzgestaltung 

Konzept 
- Funktionelle Gestaltung entsprechend den Wünschen des Auftraggebers - im Mittelpunkt steht das Friseurhandwerk und eine "abgerundete Wand"
- Moderne Ausstattung mit Monitoren an Wasch- und Arbeitsplätzen
- ein sehr harmonisch wirkendes Farb- und Ausstattungskonzept, dem sich alles unterordnet; Aufnahme des CD aus den anderen Geschäften der AG - Einbringung des gleichen Bodenbelages
- Innovation in ausgewählten Materialien und technischen Details
- Individualität dieses Geschäftes zeigen
- neue Werbung; Verbindung von Aussen und Innen

Und trotz dieser vielen neuen Gestaltungsansätze und des Totalumnbaus sollten sich auch die "alten KundInnen" weiterhin wohlfühlen! 

Asymmetrie Geschäftsumbau

Grundrisskonzept