Sehen Sie nun hier die ersten Ergebnisse!
Noch ist nicht alles geschafft, aber die Eigentümerin ist auf dem Weg.
An diesem Beispiel kann man gut erkennen, dass es wichtig ist, ein gesamtes Farbkonzept für das eigene haus und Wohnumfeld zu erarbeiten, in dem auch solche Punkte, wie:
- Was ist für mich wichtig im Leben? In welchen Bereichen sollte ich gestärkt werden? ... hier z.B. "das Leben leichter nehmen können" ...
- Wie kann man diese "philosophische Betrachtung" in Farben und Formen fassen? Hellblau - mittlere bis dunkle Brauntöne - und alles verbunden mit dem grünen Teppich im DG ... eine interessante Farbmischung, die uns auch modern und leicht erscheint ...
- Welche farbpsychologische Bedeutung und Aussage möchte ich übernehmen? Wenn ich allein im Haus lebe, suche ich vielleicht Geborgenheit und versuche mich mit meinem Haus zu identifizieren ... so suche ich nach Farbtönen, die mir selbst gefallen, mit denen ich mich "heimisch" fühle.
- Wie möchte ich mich meinen Gästen und Besuchern darstellen?
Diese und ähnliche Fragen sollten Sie vor der Renovation beantworten und zusammen mit einem Farbdesigner dann ein Konzept entwickeln.
Wichtig ist dann, dass man dran bleibt!
Auch wenn die Zeit oder die finanziellen Mittel nicht ausreichen, "Alles auf einmal" verwirklichen zu können, dann habe ich doch ein Konzept, das ich nach und nach abarbeiten kann! Hier zeige ich Ihnen, wie man vorgehen kann ...
1.Farbberatung
Die Farbberatung liess sich schwer an – immer wieder hatten wir mit der Formulierung eines, das gesamte Haus umfassenden „Themas“ Probleme, konnten dieses nicht richtig artikulieren, bis ich auf den Einfall „Sommerwiese“ = Stärkung des Selbstwertes kam.
Gerade jetzt stehen das Annehmen-Können von Hilfeleistungen ohne schlechtes Gewissen, Geduld (auch mal Abwarten können), das Geldausgeben für qualitativ sehr gute Materialien (und damit auch Wertigkeiten „setzen“ – weil Geld eben aus Arbeit regeneriert wird und nicht im Überfluss vorhanden ist) und das „Es-sich-wert-Sein“ in Planung und Entscheidungsfindung im Vordergrund. Nachdem dieses Thema angenommen wurde, war es ganz einfach, die einzelnen Raumfarben zu definieren. Deshalb gehe ich trotz „Gesamt-Hauskonzeptes“ mit wenigen und sehr harmonischen Farben, in diesem Beschrieb „Raum für Raum“ vor:
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Farbcollage mit Hauptthema |
2.Erstellung Farb- und Materialcollagen
Diese Collagen können für ein einzelnes Zimmer, aber auch für die gesamten Etagen erstellt werden und sollten sich auf das gewählte Hauptthema beziehen.
Die Garderobe wird erst mal nicht gemalert sondern nur mit
vorhandenen Möbeln harmonisch möbliert.
„Eye-Catcher“ wird ein kleiner Tisch, der gegenüber den
vorhandenen Garderoben-Möbeln aufgestellt und jahreszeitlich dekoriert werden
kann.
Jetzige Vorhänge entfernen; Kristalle, farbiges Glas oder
kleine Spiegel an den Fenstern aufhängen und das „Licht spielen lassen“; evt.
vorhandene warmtonige Stoffe montieren. Auch hier können später Malerarbeiten
entsprechend des Treppenhauses, nur farbintensiver, ausgeführt werden.
Bodenbelag = Linoleum; ein warmer Gelbton.
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Farb- und Materialcollage zum Wohn-, Ess-, und Schlafbereich |
müssen bestimmt werden entsprechend der Farbfächer ... hier mit NCS.
Diese Farbtöne können inzwischen bei Migro, COOP oder OBI gemischt werden. Sie müssen sich nicht an deren Farbvorgaben halten.
Natürlich gibt es inzwischen auch andere interessante Farbsysteme, die aber auch immer eine gewissen Aussage treffen:
Farrow&Ball - für alle, die englische Farbtöne mögen.
Die neuen Trendfarben von "Schöner Wohnen".
Farbharmonien von Jette Joop - diese sind in COOP erhältlich, haben aber immer einen leichten Grauschleier.
Der Farbberater von OBI.
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Farben erhalten "ein Gesicht" - sie werden vor Ort bestimmt mit dem NCS-Farbfächer |
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... und noch eine Collage, die all das beinhalten kann, was uns anspricht ... |
4.Die einzelnen Zimmer ... unser Farbkonzept ausgeführt.
Das Schlafzimmer wird das „Herzstück“ des Dachgeschosses
sein!
Ebenso wie im Wohnzimmer sollte auch hier alles gedoppelt
werden.
Decke Weiss
Wände Flieder (ganz zart) NCS S 0515-R60B
Accessoires und Deko (Übergardinen)
werden passend zur vorhandenen Bettwäsche ausgesucht – viele Kissen, alles in Rosé-,
Türkis-, Hellblau- oder auch Sandfarben.
Die Blüten-Lampe kann hier montiert
werden, bitte direkt an der Decke. Für die Wand können 2 gleiche, grössere
Bilder oder Fotos mit Natur- oder landschaftaufnahmen in gleichem Rahmen neu
ausgesucht werden.
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Umgestaltung Schlafzimmer |
Das Gästezimmer
Dieser Raum erhält den gleichen
Teppichboden wie auch Schlaf- und Arbeitszimmer.
Die vorhandenen Holzpaneele werden im
Farbton „Polarblau“
gestrichen, Decke Weiss. Das
vorhandene alte Bettgestell wird im mittleren
Blau-Farbton der vorhandenen Deckenleuchte gemalert. Bettwäsche wird
entsprechend ausgesucht bzw. das Bett mit einer Blauen Tagesdecke versehen.
Wichtig ist hier, dass vor das kleine
Fenster ein Buchsbaum gestellt wird (aussen) und die Vorhänge dort abgenommen
werden. Weisse, neue Vorhänge; auch aus vorhandenen Bettlaken genäht (möglich);
vervollständigen das Farbspektrum, um diesen Raum grosszügiger wirken zu
lassen.
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Gästezimmer = Vorher ... Nachher |
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Umgestaltung der Küche |
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neuer Riemenboden (Eiche) und gemalerte "zarte" Paneel-Wände im Wohnzimmer |
Ich hoffe, es hat Ihnen Spass gemacht, diese Verwandlung des kleinen EFH mit zu erleben?!
Vielleicht wünschen Sie sich diese Veränderung ja auch in diesem Frühling 2013 in Ihren "4 Wänden", dann probieren Sie es doch einfach mal aus, indem Sie heute Abend auf einem A4-Blatt aufschreiben, was Sie gern verändern möchten ... und in den nächsten Tagen dann ein Moodboard mit Farben und Materialien anlegen ...
Ich wünsche Ihnen viel Freude dabei! ... und wenn es nicht klappt, rufen Sie ruhig an, ich unterstütze Sie!